Tag 9 – die Fahrt durch Russland – erste Etappe

Nach einer kurzen und sehr sehr windigen Nacht ging es für uns weiter. Die Stimmung war nicht so prickelnd. Wir waren alle müde, verfroren und das Wetter drückte die Stimmung zusätzlich. Weiterhin war es bewölkt, nass, kalt und grau. Echt ätzend bei so einer geilen Rallye von so einem miesen Wetter begleitet zu werden.

Auf dem Weg nach St. Petersburg kamen wir an einigen russischen Kasernen, sowie an einem Denkmal vorbei. Das Denkmal steht für die russischen Soldaten, die an der deutsch-russischen Front vor Murmansk während des zweiten Weltkriegs zwischen 1941 und 1944 gestorben sind.

Zwischenstopp beim Eisbrecher

Als nächstes steuerten wir Murmansk an. Im Hafen von Murmansk steht der erste atombetriebene Eisbrecher der Welt – die Lenin. Wir wollten uns den Eisbrecher sowieso ansehen und somit kam uns die heutige Tageschallenge, ein Foto vor dem Eisbrecher, ziemlich gelegen. Somit hatten wir diese Challenge auch erledigt. Anschließend ging es noch in eine russische Mall. Dort hielten wir uns nur kurz auf, um uns mit Proviant einzudecken, denn wir hatten noch eine ziemliche lange Strecke vor uns.

1.400 km nach St. Petersburg 

Von Murmansk aus ging es dann weiter in Richtung St. Petersburg. Bis dahin hatten wir noch ca. 1.400 km vor uns. Wir wollten so lange fahren, wie möglich. Auf der Strecke sahen wir mehrere Regenbögen und mit dem Abendhimmel ergab das ein sehr schönes Farbenspiel. Wir fuhren sogar durch einen komplett sichtbaren, sehr farbintensiven Regenbogen. Das sah schon ziemlich cool aus. Den Topf voll Gold am Ende des Regenbogens konnten wir leider nicht finden. 

Die ersten Bären wurden gesichtet 

Gegen 0:30 Uhr schlugen wir unser Nachtlager etwas abgelegen von der Straße in einer Kies-/Sandgrube auf. Drum herum befand sich nur Wald – wie gefühlt überall in Russland. Da bereits ein Rallyeteam nicht weit von unserem Standort aus an ihrem Nachtlager eine Nacht zuvor einen Bären gesichtet hatten, hatte ich schon etwas Sorge bei meinem „Toilettengang“ in der Natur und hielt vorsichtshalber vorher Ausschau. 

Unser Vorhaben früher ins Bett zu gehen, hat auch super geklappt. Nicht. So gemütlich war es am Lagerfeuer mit dem ein oder anderen Getränk und bei trockenen Temperaturen über 15 Grad. Gegen 3:00 Uhr ging es dann voller Vorfreude ins Bett, denn morgen sehe ich nach … Tagen (das wollt ihr lieber nicht genau wissen) endlich wieder eine Dusche! Appartement in St. Petersburg ich/wir kommen! 😃

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