Tag 6 – Das erste Mal ausschlafen um anschließend eine Aufholjagd zu starten

Nach der kurzen Nacht auf der Fähre und dem entgangenen Mittagsschlaf am Vortag, planten wir auszuschlafen um dann ganz entspannt und ausgeruht starten zu können. Das klappte auch ganz gut. Eines hatten wir dabei allerdings nicht bedacht…

Wenn man nämlich vier bis fünf Stunden länger schläft als die anderen Teams, dann haben die auch vier oder fünf Stunden Vorsprung. Ist soweit eigentlich logisch. Dass die meisten Teams aber schon gegen neun Uhr starteten, war uns nicht so bewusst – und uns dann ehrlich gesagt aber auch ziemlich egal. Ganz entspannt um halb eins standen wir dann auch langsam mal auf. Natürlich regnete es mal wieder. Wir machten uns dann erst mal in den angrenzenden Sanitäranlagen frisch. Das muss man schließlich auch ausnutzen, wenn man sonst nur wild campt. Gegen halb zwei kamen wir dann endlich los.

Geiles Stadion, bei Mist-Wetter

Wir kamen ganz zu Beginn unserer heutigen Fahrt zufällig – ehrlich! – direkt an Henningsvaer vorbei. Und der geneigte Groundhopper weiß, dass das dortige „Stadion“ wohl eine der am schönsten gelegenen Spielstätten weltweit ist. Oder besser gesagt: sein kann. Denn es regnete mal wieder im Strömen. Mit beeindruckenden Drohnenfotos können wir also leider nicht dienen. (Wie es aussehen kann, seht ihr bei den Guardians of the Baltic Sea, die mehr Glück mit dem Wetter hatten.)

Regen, Regen und nochmals Regen

Ab jetzt hieß es Kilometer fressen. Wir waren schließlich so ziemlich die letzten in Hov und hatten noch etwas aufzuholen, damit wir am nächsten Tag frühzeitig das Nordkapp erreichen. Gesagt getan. Wir fuhren ziemlich lange einsam durch den Regen. Wir trafen nur ganz wenige Teams und lasen in der Baltic Sea Circle WhatsApp-Gruppe nur immer davon, wie weit die anderen Teams schon gekommen waren.

Es ist halt schon wunderschön im Norden Norwegens – wenn man denn mal was sieht…

Die gesamte Strecke war wunderschön gelegen und lud eigentlich zum Fotos machen ein. Leider regnete es permanent. Das hatte dann aber auch wieder was Gutes: so vertrödelten wir nicht sonderlich viel Zeit und kamen bis 40 km vor Alta, unserem eigentlich gesteckten Tagesziel. Um halb zwei Uhr morgens schlugen wir unser Dachzelt dann direkt am Alta-Fjord auf. Hier ließ es sich abseits der Straße und mit nur wenigen, weit entfernten Nachbarn, sehr gut aushalten. Schnell noch den Wecker auf 8 Uhr gestellt, damit wir früh am Nordkapp ankommen und dann sind wir auch schon ins Reich der Träume entschwunden, in denen wir von den kurz zuvor gesichteten Rentieren träumten. Wir hatten es geschafft – die anderen Teams wurden eingeholt.

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