Tag 4 – In unserem Auto breitet sich ein unmenschlicher Gestank aus

Wie bereits gestern geahnt, hatten die (Mutanten-)Stechmücken heute Nacht ein Festmahl bei mir.  Dementsprechend sehe ich auch aus.  Zudem hat bereits in der Nacht der Regen eingesetzt, der uns auch überwiegend heute auf unserer Reise begleitet hat. Bitte alle mal einen Schönwetter-Tanz aufführen! Ich will endlich Sonne – vor allem, wenn es bald auf die Lofoten geht!

Im gestrigen Blogbeitrag habe ich bereits erwähnt, dass wir eine Schwedische Delikatesse gekauft haben. Darf ich vorstellen: Surströmming.

Stinkender Passagier im Auto

Surströmming ist ein Fisch, der richtig heftig stinkt. Also wirklich abartig. Aber nicht zu vergessen eine ziemliche Delikatesse in Schweden sein soll! Diesen fermentierten Dosenfisch mussten wir, als Tageschallenge,  geöffnet 200 km im Auto transportieren. Ben hat sich bereiterklärt die Dose zu öffnen. Als er sie aufgemacht hat kam uns eine Duftwolke von Verwesung entgegen. Ich hatte erst mal einen heftigen Würgereiz bei diesem bissigen Gestank. Das kann ja heiter werden. Nicht. 

Stellt euch vor ihr habt 200 km lang eine volle Restmüll-TONNE im Auto, es ist Hochsommer, die Klima funktioniert nicht und die Fenster können nicht runtergefahren werden. So in etwa war es auch. Die Fenster konnten nämlich nicht runter, da der Regen mal wieder eingesetzt hatte. Auch die gefühlt tausend Tüten um die Fischdose herum,  haben nicht wirklich etwas gebracht. Immer wieder kam uns ein Schwall vergorener Fischgestank  entgegen. Aber wir haben es überlebt!

Der „Stinkefisch“ Surströmming – oder wie der Norweger sagt: die Delikatesse – auf unserer Motorhaube

Wintereinbruch 

Für uns, in Kolonne mit Team #170 aus Belgien (eine ziemlich coole Truppe), ging es den ganzen Tag weiter Richtung Norden mit dem Ziel Norwegen. Ich fand ja Schweden schon schön, aber Norwegen ist der Wahnsinn! Landschaftlich wirklich ein Traum! Da mussten natürlich Drohnen-Aufnahmen her, als sich die Sonne doch mal kurz durchsetzen konnte. Es ging vorbei an schönen Seen, Wasserfällen und Schnee. Der kam uns gerade gelegen und wir nutzten ihn direkt für eine weitere Fotochallenge. So muss nämlich ein Foto mit der norwegischen Flagge auf einem Gletscher in Norwegen gemacht werden. Naja, ein Gletscher war es jetzt nicht. Aber wir mussten vom Auto aus ein gutes Stück laufen, so ca. 200m und es ging auch etwas bergauf. Und es lag Schnee 😉

vonauswaerts am Polarkreis 

Unsere Route führte am Polarkreis vorbei. Dort haben wir natürlich einen Zwischenstopp eingelegt. Am Polarkreis gab es auf einem Hügel so viele Steinhäufchen, die von Besuchern erbaut wurden. Das Team #170, Schmelgians, fragte uns ob wir gemeinsam einen Steinturm bauen wollen. Natürlich wollten wir.

Unser Steinhaufen mit Team #170

Habe ich schon erwähnt, wie kalt es heute war, vor allem am Polarkreis? Und überall lag Schnee… Somit kam uns eine heiße Dusche gut gelegen. Auf unserem Weg haben wir einfach an einem Campingplatz gehalten und gefragt, ob wir mal duschen dürften. Für umgerechnet ca. 1€ konnten wir diese nutzen. Anschließend ging es für uns weiter in den Norden nach Bodø.

Ich am Polarkreis

Dort sind wir im Hellen um 0:30 Uhr angekommen und um 3:15 Uhr geht’s für uns mit der Fähre weiter mit dem Ziel Lofoten, wo wir planmäßig um 6:30 Uhr ankommen sollen. Wir sind schon gespannt, was uns dort dann erwartet.

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