Tag 2 – Autos und Groundhopping

Wenn man mit Klischees arbeiten möchte, dann war heute ein richtiger „Männertag“ für uns. Es ging hauptsächlich um Autos (aber nicht um die, die wir um die Ostsee bewegen) und um Fußball.

Um welche Autos ging es denn, wenn schon nicht um die, die wir selbst fahren? Ganz einfach: um alte Autos. Also noch immer nicht die alten Autos, mit denen wir unterwegs sind, sondern um Autos in richtig schlechtem Zustand. Und nein, damit sind auch nicht die armen Teams gemeint, die mit ihren Fahrzeugen stehen geblieben sind (toi, toi, toi, dass es bald wieder weiter geht und niemanden mehr „erwischt“!). Nein, wir reden von einem Autofriedhof, der mitten in Südschweden in einem Wald versteckt liegt. Das ist deutlich beeindruckender, als es auf den ersten Blick erscheint. Hier liegen wirklich uralte Fahrzeug-Wracks im Wald herum und rosten vor sich hin, während die Natur sich ihr Gebiet langsam aber sicher wieder zurückholt. Das ist schon sehr cool anzusehen.

Auf ABBA’s Spuren

Zudem soll der Tourbus, in dem ABBA das erste Mal auf Konzerttournee unterwegs waren, auch dort sein. Diesen mussten wir natürlich sehen. Aus zweierlei Gründen: Erstens wollten wir natürlich den Tourbus von ABBA sehen. Und zweitens bestand die heutige Tageschallenge darin sich selbst mit diesem Bus zu fotografieren. Und natürlich haben wir den Bus gefunden – aber ob er wirklich ABBA gehörte konnte uns nicht verlässlich bestätigt werden… 😉

Anschließend ging es mit höchstem Tempo weiter gen Norden – und zwar nach Jönköping. Auch dies hatte wieder zwei Gründe. Zum einen empfahl uns das Roadbook die Route über diese Stadt zu wählen und zum anderen fand dort um 15 Uhr das schwedische Zweitligaspiel zwischen Jönköping Södra IF und Falkenbergs FF, dem Tabellenführer der Superettan, statt. DAS konnten wir uns ja nicht entgehen lassen! 😀

Kein Urlaub ohne Groundhopping und deshalb auch kein Baltic Sea Circle ohne Groundhopping

Aufgrund eines Unwetters, das uns einiges an Zeit kostete, da „Sicherheit [bekanntlich] vor Schnelligkeit“ geht (Danke an Dieter Behrend für diese Lektion in den Fahrstunden und auch für die 20 Euro Spende für unser Projekt an dieser Stelle! 😉 ), und weil das Finden eines Stadions ohne Navi gar nicht so einfach ist, erreichten wir das Spiel erst kurz nach Anpfiff und verpassten natürlich das 0:1 nach vier Minuten. Aber das war nicht so schlimm, da da noch drei weitere Tore fallen sollten und das Spiel somit mit 1:3 endete. Ein richtiges Highlight war die Begegnung sicherlich nicht und er Scoutingbericht für Holzpfosten Schwerte fällt damit auch eher unbefriedigend aus. Aber das Stadion war recht cool und der Heimblock machte gelegentlich auch ganz gutes Stimmung. Und den Länderpunkt Schweden haben wir somit auch gecheckt!

Während des Spiels entschieden wir uns spontan dazu, auch noch das Deutschlandspiel bei der WM in Russland in Jönköping anzuschauen. Der Grund hierfür lag darin, dass sich einige Teams zum Rudelgucken trafen und wir davon Wind bekamen. Ansonsten hätten wir das Spiel im Radio verfolgt. So fuhren wir mit Schlusspfiff bei Södra IF zurück in die Stadt, parkten und fanden relativ schnell die Location. Dort schauten wir das Spiel an, das noch weniger erfreuliches zu bieten hatte, als der Zweitliga-Kick kurz zuvor. Immerhin war die Pizza für umgerechnet ca. 14 Euro sehr lecker und wir sparten uns später Zeit um uns noch etwas zu kochen/warm zu machen. Wir hatten schließlich noch 250 km Strecke vor uns.

Die ersten Elche

Mit Schlusspfiff in Russland machten wir uns deshalb gegen 19 Uhr auch wieder mit „Walter“ auf die Piste. Man muss schon sagen, der alte Audi geht auf schwedischen Landstraßen überraschend gut, sodass wir zügig vorankamen. Lediglich ein weiteres Unwetter bremste uns etwas aus. Und die erste Sichtung von Elchen in freier Wildbahn. Leider wurden die drei Elche von einem heftigen Donnerschlag in der Nähe vertrieben, bevor wir unser Objektiv auf der Kamera wechseln konnten. Aber wir werden sicherlich nochmal welche zu Gesicht bekommen – und dann haben wir ganz sicher auch schon das richtige Objektiv am Start. Denn: Auch der dümmste Affe rennt nicht zwei mal gegen den gleichen Baum! 😉

P.S.: An dieser Stelle nochmal alles Gute an das Team 220, das gleich am Anfang des heutigen Tages unverschuldet in einen Unfalls verwickelt wurde und die Tour deshalb nicht mehr fortsetzen kann. Schön, dass euch nicht ernsthaft etwas passiert ist. „Blech kann man ersetzen“!

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