Tag 10 – Ankunft in St. Petersburg

Unser Morgen an der Kiesgrube begann sehr früh, denn wir hatten noch ca. 700 km nach St. Petersburg vor uns und wir wollten auch nicht zu spät ankommen. Also ging es mürrisch und mal wieder mit wenig Schlaf ab auf die russischen Pisten. Immerhin hatte uns ENDLICH die Sonne gefunden und die kurzen Klamotten konnten ausgepackt werden. 

Je näher wir an St. Petersburg kamen, desto mehr war auch auf den Straßen los. Ich habe das Gefühl, den Russen sind die Verkehrsregeln und -schilder größtenteils egal. So fetzten einige in einer 60er Baustelle mit Überholverbot mit deutlich mehr als 100 Sachen an uns vorbei. Einige Manöver waren hierbei sehr riskant. Mit der Zeit passten wir uns dem Fahrstil etwas an. Ihr wisst ja, Integration und so 😉

Ankunft in St. Petersburg 

Kurz vor St. Petersburg kauften wir noch eine detaillierte Straßenkarte von St. Petersburg. Diese war natürlich auf kyrillisch. So konnte Ben seine Russischkenntnisse vom Studium und ich meine von meiner Erzieherausbildung auspacken. Mein Russisch war ziemlich eingestaubt, aber Ben konnte die kyrillische Schrift auf Anhieb lesen.

Als wir in St. Petersburg ankamen stieg unser Stresslevel etwas in die Höhe. Nicht nur das alles extrem schlecht ausgeschildert war, so fuhren auch einige wirklich „gestört“. Zudem wollten wir auch weiterhin unsere Fahrt ohne Navi und ohne GPS bis zu unserem Appartement schaffen.

Anfangs hatten wir uns ziemlich verfahren. Wir dachten die ganze Zeit, wir würden eine Hauptstraße weiter nördlich nach St. Petersburg kommen. Naja, kurz an den kaum vorhandenen Schildern orientiert und dann lief es auch ziemlich gut. Tja, doch zu früh gefreut. Aufgrund zahlreicher WM-Fanpartys waren einige Straßen gesperrt. Zudem kamen wir in einen ziemlichen Ansturm von Menschen und Autos, da das Russlandspiel vorbei war. Eigentlich wollten wir etwas früher im Appartement sein. So war es dann doch erst gegen 19 Uhr.  

Wir werden wieder zu Menschen

Das Gebäude in dem sich unser Appartement befand, sah von außen und auch vom Treppenaufgang her aus , wie die verlassene Forschungseinrichtung. Ja, super. Meine Laune sank massiv in den Keller. Hatte ich mich doch auf etwas „Luxus“ im Vergleich zu den letzten Tagen gefreut (obwohl ich über unser Dachzelt nichts negatives sagen/schreiben kann). Der Hausherr empfing uns sehr freundlich und konnte auch sehr gut englisch. Er erklärte uns alles und zeigte uns unser Appartement. Das war zwar klein, aber schnuckelig und extrem sauber! 👍🏻

Im Appartement angekommen ging es erst mal unter die Dusche. Wow. Ich habe mich, glaube ich, noch nie so sehr auf eine Dusche gefreut!

Den Abend mit russischem Speis und Trank genießen 

Anschließend ging es auf den bekannten Nevskiy Prospekt und wir kehrten bei „Mama Na Dacha“ ein. Dort trafen wir uns wieder mit den Teams #252, #42 und #119 und ließen den Abend mit russischen Speisen und hauseigenem Wodka ausklingen. Na zdorov‘ye!

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