Tag 1 – der Start und die erste Challenge

Wir haben wochenlang am Auto getüftelt, „Walter“ einen Innenausbau verpasst, der uns helfen sollte zumindest ein Mindestmaß an Ordnung zu halten, eingekauft, geplant und vor allem Spenden gesammelt. Und heute war es dann endlich so weit: wir machten uns auf die Reise um die Ostsee.

Viele tolle Fahrzeuge am Start und ein unangefochtenes Highlight

Nach dem Aufstehen und der vorerst letzten Dusche für vielleicht mindestens ein paar Tage ging es über die Umwege Geldautomat und Tankstelle von der Reeperbahn zum Fischmarkt. Für diese nicht einmal 1,5 km nutzten wir noch ein letztes Mal den Luxus eines Navigationsgeräts, bevor wir die nächsten 16 Tage ohne diesen Luxus auskommen müssen. In der Startaufstellung angekommen, schauten wir uns erst noch im Teilnehmerfeld um. Da standen schon richtig geile Kaliber an (umgebauten) Fahrzeugen rum. Direkt neben uns parkte eine alte Ente, ganz am Anfang des Feldes ein altes Schnelleinsatzfahrzeug des Roten Kreuzes oder auch mehrere Umgebaute Feuerwehrfahrzeuge inkl. eines alten Spritzenwagens komplettierten das Feld. Wir empfanden es auf jeden Fall von Vorteil, dass unsere Startnummer 236 ziemlich am Ende des Feldes lag. So konnten wir (fast) alle anderen Teams und ihre Fahrzeuge begutachten. Das absolute Highlight ist aber Toni, der die 7.500 km auf einer Vespa bewältigen möchte. Hut ab! Und wenn du irgendwann Hilfe benötigst und wir in der Nähe sind, wir eilen! 🙂

Der Start

Irgendwann waren wir dann aber auch an der Reihe und durften über die Startrampe fahren und wurden auf die Straßen los gelassen – ohne Navi, stattdessen mit Straßenkarten. Da wir am ersten (und am letzten) Tag noch Autobahnen nutzen dürfen, hieß das für uns zum einen, dass die Orientierung erst mal noch einfach war und zum anderen, dass wir relativ zügig Meter machen konnten. So holten wir im Laufe des Tages das eine oder andere Team, das sicherlich eine Stunde oder mehr Vorsprung hatte, ein.

In Flensburg noch eben die Punkte gestrichen, um dann nach Dänemark einzureisen. Die „Grenzkontrollen“ erinnern hier einen an die auf der A8 zwischen Salzburg und Bad Reichenhallt – alles total lächerlich, aber Hauptsache alle ausgebremst. Innerhalb eines freien Europas eigentlich der totale Blödsinn. Dennoch ging es danach zügig weiter. So zügig, dass wir nach der Storebaelt-Brücke beinahe auf die Oestersund-Brücke gefahren wären, ohne unsere Aufgaben in Dänemark erledigt zu haben. Also schnell runter von der Autobahn und ab ans Meer um Sand und Ostseewasser zu holen. Dann noch kurz ein Tauschgeschäft getätigt und ab auf die Autobahn, wieder Meter fressen.

Erste Challenge: Check

In Schweden ging es dann notgedrungen auf (sehr gut ausgebauten) Landstraßen weiter. Hier mussten wir dann auch das erste mal Tanken und nutzten die Chance um etwas „skandinavisches Eisen“ zu suchen. Dies komplettierte dann die „Zutaten“ für die heutige Tageschallenge. Und so ging es mit vollem Tank und großem Elan weiter, um möglichst bald die „Vikinger-Taufe“ machen zu können. Dies gelang uns auch hervorragend und wir konnten die Taufe bestehen! 🙂

Das erste Mal im Dachzelt

Anschließend ging es noch ein paar wenige Kilometer weiter, wo wir an einem großen Parkplatz auf viele andere Teams trafen, unser Dachzelt aufschlugen, kurz etwas kochten um dann hundmüde ins Bett zu fallen. Dort mussten wir aber erst noch unsere Tour für morgen planen. Diese führt uns laut Roadbook durch Jönköping bis mindestens nach Örebrö. Das kommt uns sehr gut entgegen, da um 15 Uhr in Jönköping ein Fußballspiel stattfinden wird, dass wir uns – wenn wir rechtzeitig dort sind – natürlich anschauen werden. Und während Christina schon schläft, vollende ich diese Zeilen. Gute Nacht und bis morgen! 😉

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