Ein Wochenende in Griechenland – Iraklis Saloniki

Am Freitagabend besuchten wir das Spiel des BVB bei der Berliner Hertha. So weit, so normal. Da wir dann aber das ganze Wochenende noch vor uns hatten, entschlossen wir uns am nächsten morgen um 7 Uhr zu viert den Flieger von Schönefeld nach Thessaloniki zu nehmen. Am Nachmittag sollte nämlich Aris Saloniki zu Hause spielen und die Flugpreise waren aberwitzig günstig. Gesagt, getan – ab nach Griechenland, wo zwei weitere von uns schon am Freitagabend aus dem Süden angereist waren! 

Nach dem samstäglichen Besuch des Aris-Spiels machten wir vier (zwei reisten am Morgen bereits ab) am Sonntagmittag uns auf den Weg in Richtung Hafenpromenade und Weißem Turm. Dort gerieten wir in eine Kundgebung von Griechen, die der Meinung sind, dass Mazedonien zu Griechenland gehört. Wir marschierten mit den Massen mit in Richtung Weißer Turm, machten ein paar Tourifotos und irrten anschließend auf der Suche nach einem für uns passenden Restaurant in wenig durch die Straßen Thessalonikis. Die „Erkundung“ lohnte sich: wir fanden ein gut besuchtes Restaurant, in dem wir natürlich Gyros Pita in verschiedensten Varianten zu uns nahmen.

Nach dem Sightseeing kommt das Groundhopping

Bevor zwei von uns zurück nach Dortmund reisen sollten, entschieden wir vier uns, das Sonntagsspiel von Iraklis Saloniki anzuschauen. Das Spiel von Aris am Samstag reichte uns natürlich nicht! 😉 Also machten wir uns nach einer kleinen Sightseeing-Tour und dem Mittagessen zu Fuß auf ins Kaftanzoglio-Stadion, in dem während den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen auch einige Fußballspiele ausgetragen wurden.

Das Stadion wirkt von außen tatsächlich relativ modern und versprach, mitten in der Stadt liegend, ein interessanter Ground zu werden. Am Eingang war ein Tisch aufgestellt, an dem die Eintrittskarten verkauft wurde. Wir entschieden uns für die „teuren“ Sitzplatzkarten auf der überdachten Haupttribüne und blätterten 10 EUR pro Person hin. Nach dem Einlass, an dem keinerlei Sicherheitskontrollen waren und wir an den wartenden Ordnern und Polizisten ohne jedwede Kontrolle mit unserem vollbepacktem Rucksack vorbei marschierten, die erste Überraschung: Wir traten in einer kleine Marmorhalle mit Büsten von wem auch immer. Zwar waren die beschriftet, da wir aber dem griechischen Alphabet nicht mächtig sind, haben wir nicht erfahren, wessen Abbilder das sind.

Ein mal VIP – fast

Nach einem kurzen Foto ging es die Marmortreppen hoch in den Block. Hier war auf den Sitzplätzen freie Platzwahl – sowas kennt man in den höchsten Ligen Deutschlands vielleicht noch aus Darmstadt. Hat auf jeden Fall was! Wir ließen uns die Möglichkeit natürlich nicht nehmen und nahmen unsere Plätze auf gepolsterten Sesseln ein. Fehlte nur noch die kostenlose Bewirtung und es wäre unser erster VIP-Besuch eines Stadions gewesen… 😉

Aber die Plätze waren nicht nur bequem, sie offenbarten auch einen tollen Blick aus dem Stadion hinaus auf die umliegenden Wohnhäuser. Das ist schon sehr cool und aus Deutschland ist man das inzwischen leider auch nicht mehr gewohnt. Ansonsten war das Stadion von innen aber schon deutlich in die Jahre gekommen, als es von außen und dem Eingangsbereich her vermuten ließ. In der gegenüber liegenden Kurve versammelte sich mit dem Anpfiff ein Mop von vielleicht 50-70 Iraklis-Supportern, die tatsächlich für ihre Anzahl und ohne Dach eine ganz gute Stimmung machten. Diese schwappte sogar ein paar Mal auch auf die Haupttribüne über.

Das Spiel selbst war deutlich ansehnlicher als das Spiel von Aris am Tag vorher. Iraklis dominierte das Geschehen und gewann am Ende hochverdient mit 5:0. Und es hätte sogar noch höher ausgehen können. Aber seien wir mal ehrlich: wegen des Spiels alleine sind wir eigentlich nicht angereist. Mit dem Schlusspfiff verließen wir umgehend das Stadion. Wir verabschiedeten uns von den anderen zwei, die erst am Montag zurück flogen und deshalb nochmal die Pubs Thessalonikis aufsuchten. Wir selbst suchten uns ein Taxi, fuhren zum Flughafen und kamen pünktlich zum Tatort in Dortmund wieder an.

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