Ein Wochenende in Griechenland – Aris Saloniki

Am Freitagabend besuchten wir das Spiel des BVB bei der Berliner Hertha. So weit, so normal. Da wir dann aber das ganze Wochenende noch vor uns hatten, entschlossen wir uns am nächsten morgen um 7 Uhr zu viert den Flieger von Schönefeld nach Thessaloniki zu nehmen. Am Nachmittag sollte nämlich Aris Saloniki zu Hause spielen und die Flugpreise waren aberwitzig günstig. Gesagt, getan – ab nach Griechenland, wo zwei weitere von uns schon am Freitagabend aus dem Süden angereist waren! 

Nach dem Hertha-Spiel, über das wir mal lieber keine weiteren Worte verlieren lassen wollen, da wir das Stadion mehrfach besuchten und es ein trostloses 1:1 gab (zumindest die Pyroshow auf unserer Seite war stark), machten wir uns erst auf in Richtung Spandau, um unseren  Rucksack zu holen und anschließend zum Hauptbahnhof, wo weiteres Gepäck lagerte. Dort hatte in der Umgebung leider kein Dönerladen mehr offen (Berlin, wat is mit dir?), weshalb wir ins Gasthof zur goldenen Möwe einkehrten, um den Hunger zu stillen und die Wartezeit auf die nächste S-Bahn in Richtung Bahnhof zu verkürzen. Während zwei von uns am Flughafen pennten, hatten zwei andere ein günstiges Hotel in Flughafennähe geschossen und verbrachten zumindest ein paar wenige Stunden in einem vernünftigen Bett.

Um 7 Uhr war dann Start unseres Fliegers. Die Flugzeit wurde nochmal zum Schlafen genutzt. In Thessaloniki gelandet, ging es mit dem Taxi direkt zum Hotel, in dem die zwei voraus Gereisten gerade aufwachten. Schnell eingecheckt, die letzten Biere aus der Minibar geschnappt, umgezogen und dann ab in Richtung Stadion. Dort warteten zwei Jungs, die wir über Freunde kontaktiert hatten, auf uns. Die beiden saßen mit einigen Kollegen in einem Café direkt am Stadion. Wir gesellten uns ab halb eins zu ihnen, tranken Bier, aßen Sandwiches und unterhielten uns auf englisch mit den Jungs. Die Geschichten, die wir austauschten, waren alleine die Reise wert.

Zwanzig Minuten vor Spielbeginn dann Aufbruchstimmung. Man empfahl uns noch ein paar Bier am Kiosk zu kaufen, die man in einer Tasche, in der auch Banner transportiert wurden, verstaute. Die Karten kauften wir vorher schon an der „mobilen Ticketverkaufsstelle“ von einem Rollerfahrer, der sicherlich um die 100 Karten hatte. 5 EUR sind auch ein absolut fairer Kurs. Der Einlass ins Stadion war dann eigentlich ein absoluter Witz. Karte kurz abgerissen und durch waren wir. Kontrollen Fehlanzeige! Man kam ohne eines Blickes mit der Tasche voll Bier und Banner ins Stadion, während einer seine halb volle Dose Bier offensichtlich in der Hand hielt und ebenfalls keine Probleme hatte.

Während die Jungs mit ihren Kollegen die Banner hinter dem Tor aufhängten, öffneten wir ganz entspannt vor den zwei im Block positionierten Polizeibeamten unsere mitgebrachten Dosenbiere und unterhielten uns über Fußball, Fandasein und Groundhopping. Das Spiel selbst war – im Gegensatz zu den parallel stattfindenden Gesprächen miteinander – eher wenig spektakulär, was sich im Endeffekt auch im 0:0 Endstand widerspiegelte.  Bemerkenswert war aber ein ca. 10jähriger Junge im BVB-Pulli, der durchgehend eine Aris-Fahne schwenkte. Starke Ausdauer, der Junge!  Dementsprechend stolz war auch sein Vater, der uns auf eben diesen Umstand, dass dies sein Sohn wäre, mehrmals hinwies.

Nach dem Spiel holten wir uns noch eben einen Aris-Schal und machten uns in zwei Taxen auf den Weg zur Basketballarena, wo die Basketballer von Aris gerade ein Spiel bestritten. Der Einlass erfolgte durch einen Nebeneingang, an dem uns ein Polizist, der offensichtlich mit einem der griechischen Jungs gut bekannt war, in die Halle ließ. Mitte des dritten Viertels kamen wir dann zum Spiel dazu. Aris lag hier leider schon weit hinten, sodass die Aufholjagd dann nicht von Erfolg gekrönt war.

In der Halle entdeckten wir viele bekannte Gesichter, die wir vorher auch schon im Stadion gesehen hatten. Hierzu gehörte auch der Stimmungsblock, der für eine ordentliche Geräuschkulisse sorgte.

Nach dem Spiel machten wir uns auf in Richtung Innenstadt, verzehrten die eine oder andere Gyros-Pita und naschten an zwei oder drei Hopfenkaltgetränken. Da zwei von uns am frühen Sonntagmorgen wieder abreisen mussten, ging es vergleichsweise früh zurück ins Hotel. Für uns restlichen vier stand am nächsten Tag ein kurzes Sightseeing und der Besuch des Spiels von Iraklis Thessaloniki an.

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