Boxing Day 2017 in Belgien – Lokeren vs. Mechelen

 

Was macht man(n), wenn die Freundin am zweiten Weihnachtsfeiertag arbeiten muss und es droht ein langweiliger Feiertag zu werden? Man fragt ein paar Leute, ob sie zum Groundhoppen mit nach Belgien kommen wollen – oder macht die Fahrt halt alleine. Da die Jungs hier aus dem Blog am 27.12. arbeiten mussten und nach dem letzten geplanten Spiel eine zu weite Strecke hätten zurück legen müssen, habe ich mal im Dortmunder Bekanntenkreis umgehört und in der Facebook-Gruppe „Groundhopping Freunde“ nachgefragt. Bei beiden Anfragen fand ich eine Person, die die Tour mitmachen wollte.

Freikarten in Lokeren

So ging es am 26.12. um ca. 10 Uhr in Dortmund los. Die Autobahnen waren frei und es lief ganz entspannt bis nach Lokeren. Zwei Stunden vor Spielbeginn dort angekommen parkten wir in einer Seitenstraße in dem Wohngebiet, an dessen Rand das Stadion liegt. Da wir ohne Karten anreisten, ging unser erster Weg zu den Ordnern, die vor dem Eingangsbereich der Heimfans standen. Auf Englisch fragten wir nach Karten und erfuhren, was wir schon wussten: Es gibt nur noch Karten für den Gästesektor. Zur Öffnung der Tageskassen hätten wir aber noch mindestens eine Stunde warten müssen.

Als die Ordner im weiteren Gesprächsverlauf aber merkten, dass wir Deutsche sind, wechselten sie zu unserer Überraschung direkt ins Deutsche. Das machte das Ganze natürlich einfacher für uns alle. Als wir dann noch erzählten, dass wir aus Dortmund kommen, verschwand ein Ordner in Richtung Stadion mit den Worten: „Wartet mal kurz“. Zehn Minuten später kam er dann mit drei Freikarten im Sitzplatzbereich auf Höhe der Mittellinie wieder. Da wohl einige Ultras von Lokeren auch öfter in Dortmund im Stadion sind, konnte er die für uns klar machen. Beste Plätze und dann noch die 15 eingeplanten Euro gespart. Das veranlasste uns dann dazu uns noch eben einen schwarz-gelben Lokeren-Schal im Fanshop zu kaufen. Alles sehr familiär dort. Man könnte eigentlich auch auf einem Regionalligaplatz in der westfälischen Provinz sein. Als wir den Fanshop schon verlassen wollten, kam noch eine der Verkäuferinnen hinter uns her und schenkte jedem von uns einen Lokeren-Tischkalender und ein Autogrammkartenset.

Daknamstadion Lokeren von außen – Zugang über den VIP- und Mitarbeiterparkplatz

Über das Spiel möchte ich eigentlich nicht viele Worte verlieren. Das war dann doch eher auch hier auf Regionalliga-Niveau. In der Schlussphase erzielte die Heimmannschaft dann endlich zwei Tore zum letztendlich nicht unverdienten 2:0-Sieg. Der Gästeblock war trotz der mäßigen Spielweise halbwegs gut gefüllt und der Heim-Supporter-Bereich lag direkt daneben. Das hatte ich so auch noch nicht in einem Stadion gesehen, das nicht gerade umgebaut wird. War aber dennoch ganz witzig. Ab und an wurde es dann auch tatsächlich etwas lauter im Stadion, wobei es die meisten Zeit jedoch eher ruhiger war.

Panoramaaufnahme des Daknamstadions Lokeren von unseren Plätzen

Nach dem Abpfiff in Lokeren ging es auf direktem Wege ins ca. 80 km südlicher gelegene Waregem. Und hier geht es zum zweiten Teil der Tour.

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